So, Frust vorbei !

Für alle, die es wissen wollen: Es geht mir wieder gut! Der Kopf ist wieder aus dem Sand und die Jahresabrechnung des Gasmannes macht glücklich: Guthaben bis August - Jippie-! Ich werde mich also nicht beschweren...

Der Studierte Alleskönner

Manchmal bin ich wirklich frustriert, angewidert und enttäuscht.
Manchmal frage ich mich, was meine dreizehn Jahre Schulbildung mir für diese Welt auf den Weg gegeben haben. An jeder Ecke wird man behumpst und belogen, übers Ohr gehauen, mit falschen Gewinnspielen gefoppt und selbst meine billige Haarspülung lügt wie gedruck, wenn sie mir verspricht, dass die Vitamine in ihr in mein Haar dringen und für immer schön machen.

Wenn ich meine Finanzen anlegen möchte, für meine Rente sparen, muss ich vorher erst einmal Finanzwesen studiert haben, um im Finanzwirrwar durchzusehen und eine wirklich für mich angemessene Anlage herauszufinden, ohne irgendeiner Bank mein Geld zu schenken und mit 67 Jahren ins Armenhaus umzuziehen.

Wenn ich im Supermarkt eine Banane kaufen möchte, sollte ich Lebensmittelchemie studiert haben und die Banane persönlich fragen, ob sie wirklich keine Pestizide an ihrer Schale hat, denn diese könnten mein Kind umbringen.

Wenn ich ein T-Shirt kaufen möchte, weiß ich nicht, ob in dieser globalisierten Arbeitswelt nicht irgendwelche Kinder dafür ihr Leben verkaufen mussten.

Und wenn ich Hilfe vom Amt erwarte, muss ich erst Rechtswesen studiert haben, um überhaupt zu wissen, an wen ich mich persönlich wenden darf.

Auch der nächsten Wahl schaue ich mit Grauen entgegen. Glauben kann ich keinem mehr die geschönten Wahlprogramme. Selbst wenn ich sie für alle Parteien auswendig gelernt hätte, wüsste ich nicht, wer mich wirklich als Vertreter des Volkes vertritt, anstatt an irgendeinem Wirtschaftsunternehmen sein Geld verdient.

Manchmal sehne ich mir ein Leben herbei, in dem ich mit der Arbeit meiner eigenen Hände genau das erwirtschaften kann, was sie erschaffen, ohne dafür tausend Formulare ausfüllen zu müssen und von Papier erschlagen zu werden, der mindestens einem Regenwald das LEben kostet.

Ständig wird einem überall vorgegaukelt, man wolle nur das Beste für einen. Unternehmen duzen und machen auf Familie und doch geht es in allem nur um den wirtschaftlichen Faktor, darum, wie viel Geld man mit mir verdienen und wie wenig man für mich ausgeben muss.
Service gibt es auch kaum noch und Respekt hat man schon lang keinen mehr verdient.
Wenn man Glück hat, reagiert die Frau an der Supermarktkasse auf dein Lächeln...

Ich bin traurig! Was sage ich nur meiner Tochter, in was für eine Welt ich sie geboren habe. Sie ist doch jetzt schon nur noch ein Faktor, mit dem man Geld machen möchte. Und heile Welt gibt es anscheinend nur noch in der Werbung:

Ich bin Deutschland ! ?????

Eigentlich bin ich heute nur noch frustriert!

Schmusekatzenbefreiung und Gartenrettung




Heute war wieder ein Mama-Marie-Tag.
Papi ist in Weimar zum Burgfest arbeiten gefahren und wir beide vermurkelten den Tag.

Früh ging es bummeln zu "SchnicKIK" und "toys sind unser".

Dort beim großen Spielehändler gab es wuschelige Miezekatzen, die, wenn man sie am Kopf streichelte, miauten, zwinkerten und sich bewegten. Unser Schmoopi war total geschockt! Nach dem Satz "Mama, die Miezekatzen wollen nicht in der Verpackung sein! Lass uns alle rausholen!", hab ich mich als Mutter schon in einen schlechten Schmusetier-Befreiungs-Skandal von Green Peace mit lebenslangem Hausverbot und roter Sprühfarbe verwickelt gesehen.

*Marie save the Schmusemiezekatzen *

Zukünftige Berufsziele werfen ihre Schatten voraus !

Nach der Nummer brauchten wir beide Erholung und sind zu Omi und Opi in den Garten gefahren. Dort konnten wir beide buddeln - Schmoopi in der Buddelkiste und Mami im Giersch.
Letzterer war nur mit hartem Kampf aus dem Boden zu bekommen und beinahe wäre die Mami beim Entwurzeln noch im Teich gelandet. Ja, Giersch wehrt sich enorm!

Nach einem leckeren Essen und viel Liebe, sind wir jetzt wieder daheim und ein kuscheliger Abend kann kommen, den haben wir uns verdient.


Der Wolf und das kleine Geißlein...


...aufgeführt im Familienbett von Papi und dem kleinen Schmoopi mit Mama als Soufleuse.

(Papi) "Uaaaaa, der böse Wolf kommt und frisst das kleine Geißlein! Wo steckt es nur?!

(Mami flüsternd zum Schmoopi) "Versteck Dich schnell unter der `Uhrkasten`decke!"

(Papi) "Wo ist das Geißlein? Sag mal Piep!"

(Schmoopi) "PIEHIEP!"

(Mami leise) "Nein, Du darfst nicht Piep sagen, sonst findet Dich der Wolf!

(Papi) " Jetzt fress ich das Geißlein! Sag nochmal Piep!"

(Schmoopi) "NEIHEIN!!!"

Der böse Wolf und die Soufleuse lachen sich kaputt und das Geißlein hat überlebt!

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Und die Moral von der Geschicht: soufliere einem Geißlein nicht :)!

Vorfahren


Wenn man älter wird und Kinder hat, fragt man sich irgendwann, wo man seine Wurzeln hat, wo man herkommt und wer seine Vorfahren sind. Am Kaffeetisch werden Geschichten erzählt, von früher und was man weis.

Man fängt an zu stöbern, in Büchern, alten Zeitungen, im Internet und irgendwann kommt man auf die Auswandererseiten, die einem Geschichten von mutigen Männern, Frauen und Kindern erzählen, die die Taschen gepackt haben und sich auf den Weg in einen neuen Traum gemacht haben. Dann stößt man unweigerlich auf den Hafen in New York, den Hafen der Träume.


Auf der Internetseite kann man den gesuchten Namen eingeben und stößt auf sämtliche unter diesem Namen emigrierte Menschen, die um die letzte Jahrhundertwende dort eingeschifft sind, wie alt sie waren und wo sie vorher wohnten.

Erstaunt fragt man sich dann : War dieser oder jener mit mir verwandt, war er wirklich so in Not oder einem neuen Traum auf der Spur, der sich vielleicht niemals erfüllt hat? Hat er sein Glück gefunden?

In jedem Fall ein spannendes Thema und ich kann nur den Hut vor so viel Mut ziehen, denn ich wäre nicht dazu bereit, alles stehen und liegen zu lassen und mich in das Unbekannte zu stürzen.

* * * * * * *

Nachdem ich jetzt einige alte Schiffslisten ab 1800 durchgeschaut hab und gesehen hab, wieviele Menschen und vor allem Kleinkinder auf der Reise nach New York gestorben sind, schnürt es mir richtig das Herz zu, wenn ich daran denke, wie groß die Not gewesen sein muss, dass man seine Kinder einer so großen Gefahr aussetzen musste...

Muttertag...

...ist nach zweieinhalb Jahren für mich immer noch gewöhnungsbedürftig, denn das hieß bisher immer, etwas Selbstgebasteltes planen, Heimlichkeiten, Blumen holen und vielleicht ein leckeres Frühstück bereiten für jemanden, den man liebt.

Jetzt bin ich Mama und werde morgens mit Schokoladenherzen wortwörtlich überschüttet. Beim Augenöffnen hat mein Murkel gut fünf davon im Mund und grinst mich mit Schoko verschmierten Zähnen an und nuschelt: "Hertschlischen Gnückwnsch zm Mmmuttitug!" - Herrlich! Mein Mann zaubert das Frühstück und abräumen darf ich auch nicht.

Beim Familientreffen beglückwünschen sich die Mamas gegenseitig und am Kaffeetisch soll man brav sitzen bleiben, denn die Männer machen das schon. Komisch irgendwie - aber auch schön!

Ribbeck


Heute haben wir einen kleinen Ausflug übers Brandenburger Havelland nach Ribbeck gemacht.
Darauf gekommen sind wir durch das schöne Gedicht von


Es war wirklich wunderschön, die Rapsfelder in ihrem leuchtenden Gelb an einem vorüber ziehen zu sehen und in dem kleinen Dorf vor der alten Schule bei Kaffee und Pflaumenkuchen zu sitzen.
Den berühmten Birnenbaum haben wir leider nicht gesehen, aber trotzdem war es ein beschaulicher und schöner Ausflug gleich "um die Ecke" von Spandau.

Ein Ausflug nach Ribbeck ist sehr zu empfehlen:
Man kann ein altes Klassenzimmer besichtigen,
Fahrräder und ähnliche Gefährte ausleihen,
in der Alten Schule speisen und draußen auf der Wiese die Sonne genießen,
die Kirche ist wunderschön und mit einem kleinen gegenüberliegenden Lustgarten zu besichtigen,
das Schloss Ribbeck wird gerade restauriert und
man kann bei den wieder dort siedelnden Ribbecks klopfen und um eine Birne bitten.

»Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

* * *

(Lustig war im Übrigen auch, dass unser Kleines in der "Alten Schule " statt nur Milchschaum (weil es den so liebt) gleich einen ganzen Espresso Macchiato bekommen hat und nur durch beherztes Eingreifen des Papas daran gehindert wurde, die Feiertage ohne Schlaf zu verbringen.)


Alkohol-Intoleranz

Ethanol-Metabolismus:
Das Enzym ADH2 baut Ethanol zum toxischen Zwischenprodukt Acetaldehyd ab. Das Enzym ALDH2 detoxifiziert Acetaldehyd durch die Umwandlung in Acetyl-CoA. Arbeitet das Enzym ADH2 zu schnell bzw. ALDH2 zu langsam, akkumuliert Acetaldehyd im Körper und führt zu den typischen Symptomen der Alkohol-Intoleranz.

Sie sehen Fragezeiche vor Ihren Augen?
Das ging der Mami beim Arzt am Montag genauso, als er ihr das (s.o.) als Ursache ihrer imensen Übelkeit am Sonntag erklären wollte.

Mami und Papi hatte nämlich Samstag frei und waren mit Freunden grillen und Pokern. Dabei trank Mami ( was nur ein-/zweimal im Jahr passiert) ein bis drei Schöfferhofer mit Grapefruit und hatte einen blendenden Abend - bis sie in der Nacht wieder einmal vor Übelkeit erwachte und bis zum nächsten Abend sämtliche Körperinhalte stürzend und röhrend der Porzelanschüssel anvertraute. Dabei ging es Ihr wirklich gut, außer dass ihr übel war, leider nicht nur vom Lachen.

Montag schilderte sie, mit Angst vor einem Horror-Magen-Virus, dies ihrem Arzt des Vertrauens und der erklärte ihr in halbem Fachchinesisch, dass Mami keinen Alkohol (auch nicht mehr in Hustensaft) zu sich nehmen darf, da ihr ein Enzym ( ALDH2) fast fehlt, um das hochgiftige Abbauprodukt des Alkohols im Körper zu entgiften.

Obwohl sie keine Asiatin ist (bei denen dieses Phänomen wohl öfter und auch bei Milch auftritt) verstand die Mami einigermaßen die Ausführungen des Gendefekts und wird Partys jetzt nur noch mit leckeren Säften auffrischen.

Lieber OTTO-Versand...

Ich wünsche mir für Ihre Zusammenarbeit mit dem renomierten HageBauMarkt vernünftige Bauanleitungen für das Zusammensetzen teurer Artikel.

Heute haben sich nämlich drei Leute, die handwerklich begabt und nicht dumm sind, den Kopf darüber zerbrochen, wie man das angelieferte Gewächshaus aufbauen könnte. Die Anleitung war einfach unlesbar und die dargebotenen Bilder anscheinend im Kindergarten geordert, dass nach sechs Stunden irgendwie das Fundament stand, aber das Haus einfach nicht aufbaubar war.

Auch nach einem Anruf bei der OTTO-Vor-und-Nach-Kauf-Beratungshotline wußte niemand Bescheid und gab uns an eine Nummer in Berlin weiter, die nicht im Entferntesten mit unserer Frage umgehen konnte und uns zurück an OTTO verwies. Im Katalog war noch eine Nummer eines Baumarktes, der aber noch nie ein Gewächshaus aufgebaut hat und so ging es noch mal zu OTTO, wo man uns die Nummer des Herstellers gab, der aber am Freitag um zwölf schon den AB geschaltet hatte - HEUL!

Unfassbar - und das passiert einer passionierten Bastlerin, die blind IKEA-Anleitungen lesen und anwenden kann.

Und im Übrigen dürft ihr alle HERKULINE zu mir sagen, denn ich hab es geschaftt, mit einem leichten Dreh, den Kopf einer Schraube abzudrehen - UNFASSBAR!

Gerade konnte ich die Männer noch davon abhalten, den schon bereit gelegten Vorschlaghammer zum Zertrümmern des BLÖDEN Bastel-Hauses zu verwenden.

Dafür hab ich noch das Auto innen grundgereinigt bekommen - auch ohne Anleitung...
(...Nachdem mir der Staubsauger im frisch gewischten Innenraum fast explodiert ist und ich jetzt IMMER zuerst saugen werde - versprochen!)

Zum Vatertag...

...kann ich nur noch einmal LAUT betonen, dass mein Kind den allerbesten Papi der Welt bekommen hat.
Es gab ein Schokoküsschen zum Aufstehen und ein bissel mehr Freizeit, als sonst für den besten Mann in meinem Leben...

Besuche im Krankenhaus...

...hinterlassen ein schlechtes Gefühl,
weiße, geflieste Leere in einem,
Aversion gegen grüne Kleidung und Birkenstockschuhe,
Mitleid, Knuddeln Trösten und Aufheitern wollen und
das unbestimmte Gefühl, noch einmal duschen zu müssen.